Schwarz-Gelb blockiert gleiche Chancen für Frauen

Schwarz-Gelb blockiert gleiche Chancen für Frauen

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die schwarz-gelbe Bundesregierung hat wieder einmal viele Frauen vor den Kopf
gestoßen. Statt eine gesetzliche Quote für Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten zu
beschließen, streiten Frauenministerin Schröder (CDU) und Arbeitsministerin von der
Leyen (CDU) weiter. Dabei ist klar: Obwohl es seit zehn Jahren eine freiwillige Selbst -
verpflichtung der Unternehmen gibt, sind in den Führungsetagen der größten deutschen
Unternehmen Frauen nur zu 13 Prozent vertreten – viel weniger als in anderen
europäischen Staaten.


Die SPD will eine gesetzliche Quote für Aufsichtsräte und Vorstände von 40 Prozent.
Freiwillige Selbstverpflichtungen der Unternehmen reichen nicht.
- Mit Hilfe einer verbindlichen Quote erhalten qualifizierte Frauen die Aufstiegs -
chancen, die sie jetzt nicht haben. Es gilt immer noch in den meisten Fällen:
Männer wählen Männer aus. Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt,
wird eine Frauenquote über die europäische Ebene kommen.


- Nicht nur für Führungspositionen gilt: Menschen brauchen Zeit für Arbeit und Familie.
Um dies zu erreichen, muss die Arbeitswelt sich ändern. Auf allen Ebenen. Frauen und
Männer wollen sichere Arbeitsplätze, sie wollen gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
Sie wollen ihr berufliches Fortkommen und Karriere mit Familie und persönlichen
Interessen verbinden. Konkrete Vorschläge bietet das Sachverständigengutachten
für den ersten Gleichstellungsbericht, der im Auftrag der Bundesregierung erstellt
worden ist. Die Ministerinnen sollten ihn sich unters Kopfkissen legen.


- Bei der Durchsetzung des Prinzips „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ und von
Mindestlöhnen, beim Kampf gegen prekäre Beschäftigung und Diskriminierung ist
die schwarz-gelbe Bundesregierung ein Totalausfall. Stattdessen verkämpfen sich
Ministerin und Minister, CDU, CSU und FDP beim Betreuungsgeld und bei der
Zuschussrente. Und die Kanzlerin schweigt zu allem.


Die SPD zeigt klare Linie: Wir wollen 40 Prozent Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen.
Per Gesetz. Noch einmal zehn Jahre können wir nicht warten. Die Unternehmen brauchen
gut qualifizierte Frauen. Das ist wirtschaftlich vernünftig und gerecht.
 

Wir wollen gleiche Chancen für Frauen und Männer.

21.10.2011